PDFPrintE-mail

Kasarani und Nakuru

There are no translations available.

Kasarani und Nakuru

Seit Juni 2002 haben wir eine zweite zahnärztliche Praxis mit Hilfe der Little Sisters of St. Francis in Kenia eingerichtet. Sie befindet sich in Kasarani (Nairobi) am Rande eines großen Slum-Gebietes. Ein von Sister Victorina aus Kasarani arrangierter und verlässlicher Fahrer, Patrick Ikiki, der bei einem Touristikunternehmen angestellt ist, holt diejenigen ab, die ihren Einsatz in Kasarani beginnen.

Er hilft bei der Rückbestätigung der Heimflüge und sonstigen anstehenden Problemen. Über ihn können auch Ausflüge gebucht werden, deren Preise natürlich vorher ausgehandelt werden müssen. Der Transport vom Flugplatz nach Kasarani kostet 1.500 KSh (ca. 15 Euro).

In der ausgedehnten Niederlassung der Little Sisters of St. Francis, die ca. eine halbe Autostunde vom Stadtzentrum Nairobis entfernt ist, wurde im Mai 2002 mit unserer Hilfe eine Zahnarztpraxis eingerichtet. Mittlerweile haben wir in den Jahren 2006 und 2007 neue rein luftgesteuerte Einheiten installiert. Wir haben sämtliche Instrumente, Materialien und Geräte wie Halogenlampen und Amalgammischer zur Verfügung gestellt. Patienten sind vor allem Slumbewohner, die sich eine zahnärztliche Behandlung sonst nicht leisten könnten. Der Behandlungsbedarf in Nairobi und Nakuru ist sehr hoch, da die Menschen dort mit den „Segnungen“ der Zivilisation wie z.B. Coca Cola intensiven Kontakt haben.

Viermal pro Woche werden Mobiles in verschiedene Slums durchgeführt. Im Rahmen der „Mobiles“ ist meist nur Extraktionstherapie möglich. Zur Füllungstherapie können die Patienten sonst nach Kasarani bestellt werden.
Im Oktober 2006 ist von uns eine weitere Praxis direkt im Ruben Slum eingerichtet worden, so dass dort auch Füllungen gelegt werden können. Außerdem werden Prophylaxemaßnahmen, Untersuchungen der Kinder mit anschließender Behandlung in der der Zahnstation in nahegelegenen Schulen einmal pro Woche durchgeführt.
Während unserer Abwesenheit wird die zahnärztliche Behandlung durch zwei kenianische Oral Health Workers aufrechterhalten.
Die Praxis ist in einem neu errichteten Krankenhaus untergebracht. Sie liegt ebenso wie unsere Unterkunft in einem abgeschlossenen und bewachten sicherem Bereich, der z.B. das Konvent der Nonnen, Kirche, Seminarräume, Küche und das Dispensarium einschließt. Wir wohnen in einem komfortablen, separaten Gästehaus.

 

Unsere neueste Praxis in Nakuru wurde schon vom ersten Tag an wegen dem großen Behandlungsbedarf stark frequentiert. Unsere Partnerinnen, ebenfalls Little Sisters of St. Francis, sind außergewöhnlich engagiert, die Patienten, mehrheitlich Kikuyu, sind verlässlich, dankbar und nehmen unsere Dienste sehr gut in Anspruch. Ein junger engagierter kenianischer Oral Health Worker (Thomas) und ein Zahntechniker Patrick arbeiten in der Praxis, die auch sehr an der Zusammenarbeit mit uns Deutschen interessiert sind.

Patrick Ikiki bietet auch den Weitertransport von Kasarani bzw. vom Airport Nairobi zu unserer Zahnarztpraxis in Nakuru an. Der vereinbarte Preis dafür ohne touristische Abstecher beträgt 7.500 KSh, die Fahrt von Nairobi nach Nakuru mit touristischen Abzweigen (ohne Kosten dritter Anbieter, wie z.B. Eintrittsgebühr für Nationalpark) 10.000 KSh (ca. 100 Euro). Eine Fahrt von Nairobi nach Sotik (Sr.Gracias Dispensary in Kaplomboi) kostet 8.500 KSh.
Wer Einsätze in Kasarani und in Nakuru plant, bitte Sr. Victorina (Kasarani) und Sr. Esther (Nakuru)genau die Einsatzzeit mitteilen und auch einhalten, weil sie durch Vermeldungen Patienten bestellen, Mobiles und Präventionsmaßnahmen organisieren.
Gebeten wird, eine Dauer von drei und mehr Wochen anzustreben, je länger desto effektiver wird der Einsatz.
Seit 2006 besteht sowohl in Kasarani als auch in Nakuru die Möglichkeit der Herstellung von Kunststoffprothesen in den von uns eingerichteten Laboren.