Reisebericht Dr. Joachim Schinkel 2011
Bericht zum Keniaeinsatz von Torsten Rauch, Dr. Eric Pawlitzky, Jette Engelbrecht und Dr. Hans- Joachim Schinkel vom 30.01. – 17.02.2011
In Kenia herrscht z.Zt. große Trockenheit, die Nahrungsmittel sind knapp und damit teurer. Die Infrastruktur hat sich, z.B. die Straßen, etwas verbessert. Die Armut auf dem Land und in den Slums ist unverändert. Mich erstaunt immer wieder die Kluft zwischen dem ungeheurem Potenzial an menschlichen Ressourcen und dem Istzustand des Landes.
Torsten, Techniker für zahnmedizinische Geräte und in seinem neunten Keniaeinsatz, Eric, Rechtsanwalt, Geschäftsführer einer Steuer- und Unternehmensberatungskanzlei und Fotograf, Jette, zahnmedizinische Fachangestellte und ich verbrachten interessante, frohe und arbeitsreiche drei Wochen in Kenia.
Für uns hat wieder jeder Tag etwas Neues gebracht, wir haben viel gelernt, die Freundlichkeit und Unkompliziertheit vieler Kenianer genossen, uns sehr gut verstanden und schätzen gelernt und intensiv an den Projekten gearbeitet:
Kasarani: Die Oral Health Officer Noel und Isaac behandeln durchschnittlich 15 Patienten täglich und zusätzlich fahren sie zu Mobiles in Slumgebiete. Die erste Mobile mit Noel und Jette verlief ohne Probleme. Ausreichende Flächendesinfektion wird nicht gemacht, weder bei Mobiles noch in der Praxis. Desinfektionsmittel sind im Krankenhaus vorhanden und werden nun hoffentlich angewendet. Es ist notwendig, dass deutsche Einsatzleistende in fachlichem Austausch über Behandlungskonzepte und Praxisorganisation auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt mit allen Oral Health Officern der Stationen kommen. Da ich nur kurze Zeit bei den Behandlungen in der Dental Unit dabei sein konnte, kann ich schwer ihre Kompetenz hinsichtlich konservierender Zahnheilkunde einschätzen, habe jedoch Zweifel, ob optimal behandelt wird. Z.B. wollte Noel nach immerhin vollständiger Kariesentfernung in einen pulpentoten Zahn eine Füllung legen. Bei Wurzelbehandlungen werden Formokresoleinlagen gemacht. Ich habe darauf hingewiesen, dass Calziumhydroxyd und Natriumhypochloridspülungen zum Mindeststandard gehören und besorgt werden sollen.
Der Zahntechniker David hatte kaum zu tun und ist wichtig durch die Gegend gelaufen. Obwohl ich wenig Ahnung von Kieferorthopädie habe, scheint er noch weniger zu haben und maßt sich dabei unverantwortbare Behandlungen an.
Die Sonneneinstrahlung zerstört die Plastikteile der Behandlungseinrichtung. Die Nachfolger sollen bitte kontrollieren, ob Vorhänge angebracht wurden. Torsten hat zahlreiche
Reparaturen an Einheit und Kompressoren vorgenommen und den Krankenhaustechniker eingewiesen.
Alle Probleme wurden mit der Administratorin Sr. Victorina besprochen.
Nachdem wir zahlreiche Materialien dagelassen haben, ist die Ausrüstung wieder ausreichend.
Sr. Elizabeth Sunya:
Auf mich hat unsere zweite Zahnmedizinstudentin einen interessierten Eindruck gemacht. Sie studiert jetzt im 4. Semester und wird ab 6. Semester mit der praktischen Zahnheilkunde anfangen. Während der Semesterferien arbeitet sie in der Praxis in Kasarani. Ihr Studium endet nach sechs Jahren, wobei ein Jahr Internship, Praktikum in einem Krankenhaus, eingerechnet ist.
Sie sagte mir, dass Patienten in Uganda ein Minimum von 10.000 Ugandaschilling für Zahnbehandlungen bezahlen müssen und es in Kampala zahlreiche private Zahnkliniken sind. In Uganda gibt es nicht solche Slums wie sie in Kenia anzutreffen sind, jedoch zahlreiche in Armut lebende Menschen. Ich sagte ihr, dass wir besonders durch die Eindrücke von Ulrich Schwarz nach seinem Besuch in Unganda nicht vor haben in Kampala eine Zahnarztpraxis einzurichten und nicht in Konkurrenz zu einheimischen Zahnärzten treten werden. Eventuell wird sich die Notwendigkeit in einer ländlichen Region ergeben.
Termin bei der deutschen Botschafterin in Nairobi:
- Vorstellung unserer Projekte
- Fördermittel können bei der Botschaft bis in Höhe von 8.000 € nur von Kenianern beantragt werden
- DAD- postgraduale Programme möglich (Berufsausbildungen)
- Elefand: elektronisches Erfassungssystem Deutscher im Ausland – über Website der Botschaft
- Gespräch mit Verantwortlicher für Projekte Deutscher in Kenia: sehr aufgeschlosen und interessiert
Gespräch mit Sr. Scholastica, Leiterin der Little Sisters of St. Francis:
Sie bedankt sich für die Hilfe, interessiert sich für die Projekte und bestätigt, dass Sr. Elizabeth Sunya nach Abschluss ihres Studiums in den Zahnarztpraxen in Kasarani und Nakuru arbeiten wird. Weiterhin bittet Sie um die Einrichtung einer Zahnarztpraxis im Mother Kevin Dispensary in Nakuru, das sich im Slum befindet.
Ruben Medical Centre
Hygienisch und technisch guter Zustand der Praxis. Hier kommt unsere Hilfe 100%-ig an der Basis an. Die materialmäßige Ausstattung der Praxis ist sehr sparsam. Haben Winkelstück und einige Materialien übergeben.
Nakuru- St. Anthony Dispensary
Thomas und Patrick behandeln ca. 30 – 60 Patienten täglich. Die Praxis ist gut ausgelastet. Mobiles werden regelmäßig mit bis zu 100 Patienten organisiert. Für ein organisiertes Präventionsprogramm bleibt wegen der vielen Patienten keine Zeit. Die Effizienz kann deutlich durch die Einstellung einer fähigen Assistenz gesteigert werden. Es gibt in Kenia zwei Schulen, in denen Dental Assistants ausgebildet werden. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen, einschließlich der Verantwortlichen des Ordens, Sr. Schola und der hoffentlich vollzogenen Überzeugung, dass dadurch die Einnahmen, die Effizienz und der Patientenservice erhöht werden können, werden Bewerbungen eingeholt.
Thomas schließt sein Fernstudium im Juli 2011 ab und darf sich dann Dentist nennen. Fachlich besteht Weiterbildungsbedarf und beide haben uns versichert, dass sie großes Interesse an Austausch mit deutschen Zahnärzten haben, selbst wenn diese nur wenige Tage in Nakuru bleiben können. Das sollte kollegial, respektvoll, auf Augenhöhe und nie vor Patienten erfolgen, sonst erreicht man das Gegenteil.
Gespräch mit Sr. Clare in Nakuru:
Sr. Clare ist die Schwester, mit der wir unser zahnärztliches Projekt in Kasarani begannen und die den Krankenhausbau initiierte und durchzog, obwohl die meisten mit dem Kopf schüttelten. Mittlerweile werden dort ungeahnt viele Patienten behandelt. Sie hat vor ein medizinisches College aufzubauen und dort eventuell auch die Ausbildung zum Oral Health Officer zu integrieren – jedenfalls habe ich angeregt, das zu tun.
Sister Julian, die Leiterin des Mother Kevin Dispensary’s
Sie bittet um Unterstützung bei der Einrichtung einer Zahnarztpraxis. Das Dispensary liegt im Slum in Nakuru, so dass unsere Zielgruppe, die mittellosen Patienten, erreicht würde. Wir haben den dafür geeigneten Raum besichtigt und ausgemessen. Sie wird einen Antrag mit
angefügtem Finanzierungsplan, den Eric ihr erklärt hat, an uns stellen und wir haben dann zu entscheiden. So bald wie möglich werden Mobiles vom St. Anthony Dispensary aus organisiert. In Eric’s Gespräch mit ihnen hat sich gezeigt, dass sie nur wenig Erfahrung in betriebswirtschaftlicher Planung besitzen. Zumindest waren sie erstaunt, dass man in Deutschland neben der Planung der Investitionen auch eine Berechnung des Umlaufmittelbedarfs und eines Marketingbudgets erwartet. Mal sehen was von dort daraufhin kommt.
Kaplomboi – Sr. Gracia
Dort ist z. Zt. kein einheimischer Oral Health Officer tätig und in naher Zukunft ist das auch nicht zu erwarten. Die Praxis ist in einem sehr gutem Zustand. Sr. Gracia wird demnächst in den nächsten Wochen in einen kleinen Ort zwischen Nakuru und Kericho versetzt. Die eventuelle Übergabe an die folgende Schwester haben wir ausführlich beschlossen. Leider ist diese weder von Sr. Gracia noch von einem anderen telefonisch zu erreichen. Habe die Problematik ausführlich mit der Chefin Sr. Margaret besprochen. Wir haben darauf zu achten, dass die Maßstäbe auch von der Nachfolgerin eingehalten werden.
Sr. Gracia tastet sich schon vorsichtig heran, auch in ihrem neuem Standort eine Zahnarztpraxis einrichten zu lassen.
Wir haben in Kaplomboi das Patenkind Francis von Ulrich und Karola Schwarz kennen gelernt, der Zahnarzt werden möchte und sehr interessiert und einsatzbereit mitarbeitete.
In zweieinhalb Tagen haben wir mehr als 200 Patienten behandelt, darunter viele Schulkinder, die von Jette vorher untersucht worden. Ich wäre vor lauter Arbeit gar nicht dazu gekommen. Der Behandlungsbedarf dort ist riesig.
Die Organisation der Gruppenprophylaxe ist von Gracia mehr auf Masse als auf Klasse angelegt. Da gibt es Handlungsbedarf.
Mukumu:
Elke, die als Zahnärztin in Mukumu arbeitet und Ralf, arbeiten mittlerweile unabhängig von unserer Organisation. Sie haben wenig Patienten, obwohl der Behandlungsbedarf groß ist. Unsere dort installierten zahnärztlichen Geräte funktionieren gut.
St. Monica Hospital Kisumu
Bei unserem kurzem Besuch konnten wir den dortigen Oral Health Officer nicht antreffen, da sie zum Mobile war. Zumindest das gibt uns Hoffnung, dass nun mehr Aktivitäten unternommen werden. In die Station kommen sehr wenig Patienten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Situation unter dem neuem Management verbessert. Die Behandlungseinheit funktioniert gut.
Christa- Marianne- Hospital Kisii
Sr. Pauline Mary, mit der wir vor 11 Jahren in Nyabondo unsere Projekte begannen, ist Administratorin des Krankenhauses. Der angestellte Oral Health Officer ist seit Weihnachten verschwunden, mit ihm auch ein Lichthärtegerät. Ein Nachfolger wird gesucht. Die Geräte funktionieren.
Nyabondo
Die Praxis ist in einem guten Zustand. Besonders Florence als Oral Health Officer ist sehr interessiert, hat von den Deutschen, wie z.B. von der hier im Bild assistierenden Zahnärztin Diana Richarz eine Menge gelernt und ist interessiert sich weiter zu bilden. Unter anderem haben wir auch eine WSR zusammen gemacht. Von Sr. Lawrencia werden die Schuluntersuchungen und -behandlungen planmäßig und strukturierter als in Kaplomboi organisiert. Sie beeindruckt durch ihre Freundlichkeit und wird im Oktober/ November ihre Examen zur Verbesserung ihres Secondary- School- Abschlusses machen. Leider hat sie es nach
zwei Jahren noch immer nicht fertig gebracht, das schon vorhandene Handy mit fester Telefonnummer der Dental Unit in Betrieb zu nehmen und die Nummer zu veröffentlichen. Das im Sommer hergeschickte Einschweißgerät hat Torsten erklärt, auch der Matron zur Benutzung im Op. empfohlen, und in Betrieb genommen. Bisher war die Möglichkeit des Einschweißens von Instrumenten zur Sterilisation dort niemandem bekannt.
Die Geräte hat Torsten zusammen mit dem Techniker Ben wie in allen Stationen perfekt gewartet und repariert. Überhaupt hat sich die Standardisierung aller Behandlungseinheiten und die Ausstattung mit neuen für Afrika geeigneten Geräten als richtig erwiesen.
Mit Sr. Carmelina, der Leiterin des Krankenhauses Nyabondo, habe ich Folgendes besprochen:
- Die Zahnarztpraxis trägt sich noch nicht selbst, weil die Kapazitäten nicht ausgenutzt werden.
- Aufbau von bei uns in Deutschland vorhandenen NGO- Strukturen der Dentists for Africa in Kenia;
- Verbesserung des Zustands des Gästehaus: neue Matratzen, Besteck, Geschirr, Abstellen baulicher Mängel;
- Vollständige Abrechnungen der Kinderbehandlungen im Rahmen der Gruppenprophylaxe;
- Drucken von Bestellkarten mit Tel.nr. der Dental Unit und Mitgabe an jeden Patienten;
- Organisation von Mobiles in näherer Umgebung und nur an Orte mit ausreichender Patientenzahl;
- Praxis soll auch an Mobiletagen geöffnet sein.
- Geringe Erhöhung der Preise für Füllungen und Wurzelbehandlungen;
- Vorschlag einer zumindest teilweise leistungsabhängigen Bezahlung;
- Istzustand des St. Monica- Villages;
- Steigende Schulgebühren in Kenia: Schwierigkeit des Einhaltens der 360 €- Grenze besonders in der Secondary- School bei Form I und Form IV- Kindern;
Patenschaftsprojekt
Mittlerweile werden 500 Waisenkinder und Jugendliche durch uns gefördert. Sr. Seraphine kennt sie alle. Ihr Hauptproblem sind momentan die steigenden Schulkosten, so dass besonders bei den Secondary- School- Kindern der Klassen Form I und IV die 360 €- Grenze nicht eingehalten werden kann. Ich habe ihr gesagt, dass eine Steigerung der Beiträge momentan nicht infrage kommt. Sie wird Kosten für „Shopping“, d.h. Ausgaben für Matratzen und Dinge des täglichen Bedarfs von den Guardians (Vormund der Kinder) einfordern, wenn die Gefahr der Überschreitung der 360 €- Grenze besteht. Sind diese dazu nicht in der Lage, muss darüber gesprochen werden.
Wir sollten auch darüber diskutieren, ob durch Einführung von Pauschalbeträgen ein Ausgleich zwischen den sehr unterschiedlichen Kosten für die Kinder unterschiedlichen Alters sinnvoll ist ohne auf die individuellen Abrechnungen zu verzichten.
Wir haben einen sehr schönen Ausflug mit 54 unserer Waisenkinder nach Kisumu gemacht. Außerdem konnten wir zusätzlich 30 weitere von uns unterstützte Mädchen und Jungen treffen. Es tut gut zu spüren, wie die Kinder mit der Zeit auftauen und sich freuen, wenn sich Mzungus um sie kümmern. Mir erscheinen viele Jugendliche, die die Schule abschließen sehr gereift und sie nehmen in großer Dankbarkeit und Zielstrebigkeit Möglichkeiten der Berufsausbildung an. Mir ist das z,B. bei dem schon erwähntem Francis aufgefallen, der durch den Verlust seiner Eltern und dem darauffolgenden Tod seiner Großmutter und danach noch seiner Tante schon unermesslich viel Leid ertragen musste.
Die Verträge, in denen sich die Jugendlichen verpflichten 10 % der Berufsausbildungskosten in einen Fonds einzuzahlen, wurden von allen als gut und sinnvoll empfunden. Jette Engelbrecht hat sich als unerschöpfliches Energiebündel neben ihres Engagements in den Zahnarztpraxen intensiv um unsere Waisenkinder bemüht und wird auch noch mehrere Schulen besuchen.
Gespräch mit Sr. Margaret Aringo, General Superior der Franziscan Sisters of St. Joseph
Sie legt großen Wert auf Ausbildung ihrer Schwestern und der Jugendlichen insgesamt.
1. NGO- Registrierung der „Dentists for Africa“ in Kenia:
- Aufbau n Parallelstrukturen zu unseren in Deutschland
- Finden einer verantwortlichen Person, die Überblick über alle unsere Projekte in Kenia hat und diese verknüpft, z.B. unsere künftige Zahnärztin Sr. Fabian
2. Zahnärztliche Projekte:
- Ständige Präsenz einer verantwortlichen Nonne für die Dental Unit in Nyabondo
- Während des Examens der Secondary School von Sr. Lawrencia wird die Verantwortlichkeit vom Personal der Dental Unit in Nyabondo übernommen
- Kaplomboi: ausreichende Zeit für die Übergabe der Zahnarztpraxis durch Sr. Gracia an die Nachfolgerin
- Eine weitere Nonne wird von Sr. Margaret zum Zahnmedizinstudium gesucht. Ich habe vorgeschlagen, dass sie vorher in der Dental Unit in Nyabondo arbeitet. Ob Sr. Lawrencia die geeignete ist, bezweifele ich.
3. Patenschaftsprojekt
- Da Sr. Seraphine sehr gute Arbeit bei der Betreuung der Kinder leistet, soll sie weiter für das Projekt verantwortlich sein. Eines Tages werden wir aufgrund der Ordensregeln mit ihrer Ablösung rechnen müssen. Dann ist eine ausreichende Zeit zur Einarbeitung ihrer Nachfolgerin einzuplanen.
- Sr. Margaret möchte ein College zur Berufsausbildung aufbauen.
HIV/ Aids Klinik: Gespräch mit der Leiterin der CCC- Klinik Sr. Charles:
Unter anderem werden 1600 HIV- positive Kinder in dieser Klinik betreut, eine für uns unermessliche Zahl. Sie stehen auf der sozialen Leiter sehr weit unten. Ich habe ihr gesagt, dass wir uns auf die Unterstützung der in unserem Waisenprojekt integrierten Kinder und Jugendliche konzentrieren und prüfen, ob wir fünf weitere aufnehmen können.
Ich schlage vor, dass wir als Angebot der Übernahme einer persönlichen Patenschaft den Punkt „Patenschaft für ein HIV- positives Kind“ einführen.
Uzima Universität
Wir hatten ein Treffen mit dem Erzbischof von Kisumu und zwei weiteren Priestern, die in den Aufbau der Uni einbezogen sind. Leider waren weder der Architekt noch ein kenianischer Zahnarzt da. Uns wurde in ständigen Wiederholungen Wissen über den unzureichenden Stand der Zahnmedizin in Kenia vermittelt, das wir durch unsere langjährige Erfahrung schon lange haben. Konkretes, bis auf einen ersten Architektenentwurf des Gebäudes der künftigen zahnmedizinischen Sektion, kam nicht heraus. Vorerst soll sich auf die dreijährige Ausbildung von Community Oral Health Officers konzentriert werden mit der späteren Option eines Vollstudiums. Das Fachwissen der Träger der künftigen Uni geht gegen null. Der Lehrbetrieb der Uni ist immer noch nicht aufgenommen, obwohl baulich schon viel passiert ist.
Wir hatten angeboten, uns um die zahnärztliche Ausrüstung zu kümmern und bei der Bauplanung behilflich zu sein. Letzteres steht jetzt an. Das andere hat noch sehr viel Zeit. Auf
alle Fälle sollten wir gut beobachten, wie überhaupt der Lehrbetrieb in Gang kommt und dann erst endgültig entscheiden.
Insgesamt war es wieder ein Einsatz mit wertvollen menschlichen Begegnungen und einzigartigen Erfahrungen. Ganz besonders bedanke ich mich bei Torsten, dem wir das Funktionieren unserer zahnärztlichen Geräte zu verdanken haben, bei Eric für seine Fotos und die Kompetenz und Weitsicht in organisatorischen und Managementfragen und bei Jette für ihre Einsatz- und Hilfsbereitschaft und ihr Mitgefühl für die Kenianer. Eure Freundschaft ist für mich ein großer Gewinn!
Grüße und herzlichen Dank an alle übermittle ich hiermit von den Franziskanerinnen der genannten Krankenhäuser, die sich in den vergangenen elf Jahren als verlässliche Partnerinnen erwiesen haben.
Euer/ Ihr Hans- Joachim Schinkel



