Die Arzt- und Zahnarzthilfe Kenya e.V. wurde 1999 von Thüringer Zahnärzten gegründet und hat mittlerweile in ganz Deutschland Mitglieder. Wir haben das vorrangige Ziel, die zahnärztliche und medizinische Versorgung in Armengebieten Kenias zugunsten der mittellosen Bevölkerung zu unterstützen. Deshalb suchen wir Zahnärzte, Ärzte, Zahntechniker und Zahnarzthelferinnen, die vor Ort für mindestens drei Wochen Hilfe leisten.
Informationen zum Verein
Zahnärztliche Projekte
Durch uns wurden bisher acht zahnärztliche Praxen in Zusammenarbeit mit kenianischen Franziskanerinnen und drei zahntechnische Laboratorien eingerichtet, um die arme Landbevölkerung Westkenias in Nyabondo, Kaplomboi und Asumbi und die Slumbewohner und Not leidende Menschen von Nairobi, Kisumu und Nakuru zu versorgen. Die meisten Menschen können sich aufgrund ihrer grossen Armut und fehlender Krankenversicherungen keine Behandlung leisten. Ausserdem gibt es kaum einheimische Zahnärzte. Bisher haben zirka 300 Zahnärzte, Ärzte, Krankenschwestern, Zahnarzthelferinnen und Zahntechniker uneigennützig Hilfseinsätze in unseren kenianischen Praxen und den Krankenhäusern absolviert. Wir suchen deutsche Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in unseren kenianischen Zahnarztstationen und bei mobilen Einsätzen arbeiten und ausbilden. Unser Verein sorgt weiterhin für die Bereitstellung von zahnärztlichen Materialien und Instrumenten, unterstützt die Erhaltung der Behandlungsgeräte und die fachliche Ausbildung des Krankenhauspersonals. Außerdem bauen wir Prophylaxeprojekte auf, um Zahnkrankheiten besonders bei Schulkindern zu vermeiden. Durch Gruppenprohylaxe, kontinuierliche Reihenuntersuchungen in Schulen, anschließende zahnärztliche Behandlung und Individualprophylaxe der Kinder in unseren Dental Units erhöhen wir die Sensibilität für Zahn- Mund- und Kiefererkrankungen, die Notwendigkeit einer adäquaten Mundhygiene und bewahren zahlreiche Kinder vor den Folgeschäden der Zahnerkrankungen. Hier beziehen wir einheimische Krankenschwestern und Ärzte ein, die sich unter anderem um Aufklärung über AIDS, Malaria, Haut- und Augenkrankheiten bemühen. Weiterhin unterstützen wir kenianische Zahnärzte, die in den von uns eingerichteten Stationen arbeiten und finanzieren das Zahnmedizinstudium einer kenianischen Franziskanerin in Kampala (Uganda), die später in unseren Zahnarztpraxen und in der Ausbildung kenianischer Zahnärzte tätig sein wird. Unser Ziel ist es, dass die zahnärztlichen Behandlungen in naher Zukunft durch die Kenianer selbst abgesichert werden können.
Unterstützung von Waisenkindern (Patenschaftsprojekt)
Bedingt durch die HIV/ AIDS- Epidemie gibt es in Kenia ungezählte Waisenkinder, die in unbeschreiblicher Not und Armut leben und keine Lebensperspektive haben. Deshalb suchen wir Paten, die für Schulgeld, eine Krankenversicherung und lebensnotwendige Ausgaben (bis 360 € pro Jahr + 10€ Krankenversicherung) eines Waisen aufkommen.
Selbsthilfeprojekte von Witwen
Etwa 800 meist junge und HIV- positive Witwen haben sich in Selbsthilfegruppen organisiert und betreiben Projekte, die ihnen, ihren eigenen und den vielen angenommenen Kindern überleben helfen. Wir unterstützen sie durch offene und transparente Auszahlung von Spendengeldern und beim Aufbau des Witwendorfes St. Monica- Village mit Schneiderei, Armenspeisung, einer Bibliothek u.a. für Schulbücher, Häusern für Waisenkinder und demnächst einer Schusterwerkstatt.
Wir möchten Sie bitten, unsere Projekte durch praktische Hilfe vor Ort, durch Eintritt in unseren Verein AZHK, durch Spenden oder durch anderweitige Hilfe zu unterstützen.
Wir sind ausschließlich gemeinnützig tätig, finanzieren unsere Arbeit durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, sind nur ehrenamtlich tätig und haben deshalb Verwaltungskosten unter zwei Prozent.
Die Mildtätigkeit ist vom Finanzamt bestätigt, so dass wir für Mitgliedsbeiträge, Spenden und für die mit den Einsätzen in Kenia verbundenen Kosten Spendenquittungen ausstellen können.
Dr. Hans- Joachim Schinkel
1. Vorsitzender


