Projektstand 09/11 - zm-Artikel
Die diesjährige Jahreshauptversammlung des "Dentists for Africa e. V." früher "Arzt und Zahnarzthilfe Kenya e.V."- fand in diesem Jahr in Leipzig statt. Mehr als 100 Interessierte informierten sich aus erster Hand über unsere zahnärztlichen Hilfsprojekte, das Patenschaftsprojekt für Waisenkinder und unsere Selbsthilfeprojekte für von der Aidsepidemie betroffene Witwen. Als Gäste begrüßten wir aus Kenia die für das Patenschaftsprojekt verantwortliche Franziskanerin Schwester Seraphine, sowie die Gesandte der kenianischen Botschaft aus Berlin, die Unterstützung der kenianischen Regierung zusagte und den Präsidenten der Zahnärztekammer Thüringen Dr. Andreas Wagner als Mitglied und Pate eines unserer Waisenkinder. Da der Stammsitz des Vereins in Thüringen (Sömmerda) liegt, gibt es eine langjährige sehr gute Zusammenarbeit mit der Zahnärztekammer.
Besonders die detaillierten Berichte von Einsatzleistenden, die kürzlich in Kenia waren und mit vielen Bildern über ihre Erlebnisse und Eindrücke berichteten, fesselten die Anwesenden. Der Verein hat mittlerweile 10 Zahnstationen in Kenia zwischen Nairobi und dem Victoriasee in Krankenhäusern des Franziskanerordens eingerichtet, in denen vor allem kenianische Behandler tätig sind. Deutsche und österreichische Zahnärzte helfen durch Aufklärung über zahnärztliche Prävention in den Schulen, bei der Untersuchung und Behandlung der Kinder, bei mobilen Hilfseinsätzen für Menschen und im kollegialen Austausch besonders bei Füllungstherapie, Wurzelbehandlungen und der Herstellung einfacher Prothetik in den eingerichteten zahntechnischen Laboratorien. Um unseren Anspruch Hilfe zur Selbsthilfe zu erreichen, fördern wir die Collegeausbildung von bisher drei unserer Waisenkinder zum Oral Health Officer, die dann befähigt sind, einfache zahnärztliche Behandlungen auszuführen. Außerdem haben zwei unserer kenianischen Zahntechniker in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen und ab nächstem Jahr werden drei unserer Waisen als Medical Engineer für die Wartung unserer zahnärztlichen Behandlungseinheiten einsetzbar sein. Am meisten werden die beiden Franziskanerinnen, denen wir das Zahnmedizinstudium in Uganda finanzieren, unsere Projekte besonders in qualitativer Hinsicht voranbringen. Schwester Fabienne wird im nächsten Jahr ihr Studium abschließen und die Verantwortung für unsere zahnärztlichen Projekte übernehmen. Schwester Elizabeth studiert im dritten Studienjahr und absolviert erste Praktika in unseren Praxen in Nairobi und Nakuru.
Sr. Seraphine betreut die mittlerweile 503 Waisenkinder, die zumeist in Internatsschulen untergebracht sind. Sie bezahlt die Schulgelder, die Kosten für die Berufsausbildung und sorgt für eine genaue Abrechnung der Spendengelder für die 340 Kinder und Jugendlichen, die durch persönliche Paten in Deutschland in einer Höhe von 400 EURO jährlich gefördert und die 163 Waisen, die durch unseren Dentists für Africa e.V. finanziert werden. Sie informierte die Anwesenden über die aktuellen Probleme in Kenia und wie sie trotz der gestiegenen Preise infolge der Hungersnot in Ostafrika die Patenkinder versorgt und umsorgt. Wir reagierten darauf mit einer ersten Soforthilfe in Höhe von 2.000 EURO für den Kauf von Mais für die Witwen und Waisen.
Ein Zusatzprojekt war ein Einsatz im St Monica Hospital in Kisumu, in dem im Oktober in einem ersten Probeeinsatz Kinder mit Lippen –Kiefer – Gaumenspalten durch Prof. Dr. Dr. Lambrecht aus Basel und seinem Team operiert wurden. Es wurden insgesamt 24 Operationen durchgeführt. Geplant ist, diesen Einsatz in einem größeren Umfang zu wiederholen.
Wenn Sie den Menschen in Kenia helfen möchten, dann bieten sich dafür viele Möglichkeiten durch den Dentists for Africa e.V.: Eine wesentliche Säule der Projektfinanzierung ist unsere Edelmetallsammelaktion. Außerdem können Sie unserem Verein eine finanzielle Spende zukommen lassen. Da unsere Verwaltungskosten im letzten Jahr nur bei 5,3 Prozent lagen, können Sie sicher sein, dass jeder Euro Ihrer Spende auch bei den Notleidenden ankommt. Weiter gibt es in Kenia immer noch viele Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern meist durch AIDS verloren haben, so dass ihnen eine Ausbildung und damit eine akzeptable Zukunft verwehrt bleibt. Über unser Patenschaftsprogramm können Sie einem oder mehreren Waisen die Schul- und Berufsausbildung ermöglichen. Oder leisten Sie einfach selbst einen zahnärztlichen Hilfseinsatz in Kenia und machen sich ein Bild von der Situation und helfen mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Interesse haben, unsere Arbeit zu unterstützen.



